Sonntag, 23. März 2008

Micha Treffen am 13. April zum ersten Milleniumziel: Bekämpfung von extremer Armut und Hunger

Am 13. April kam zu unserem Treffen Pastor Peter S. Mansary. Mansary hat in seinem Heimatland Sierra Leone Theologie und Philosophie studiert. In Berlin hat er an der Politologie studiert und ist jetzt Pastor einer afrikanischen Gemeinde mit etwa 100 Mitgliedern. Zum ersten Milleniumziel, Bekämpfung von extremer Armut und Hunger, hat Pastor Mansary über seine Erfahrungen mit Entwicklungsprogrammen gesprochen.
Entwicklungshilfe in Afrika ist nötig, aber nicht um jeden Preis und nicht unkontrolliert. Vielmehr müsse versucht werden den Leuten vor Ort gezielt zu helfen, statt große Projekte anzugehen, bei denen die Gelder in Taschen von Regierungsbeamten landen. Mikrofinanzkredite, oder kleine dezentrale Initiativen sind da die bessere Alternativen (Mansary selbst leitet ein Projekt, das Nähmaschinen in Berlin sammelt, reparieren lässt und nach Sierra Leone verschifft). Auch müsse versucht werden, die Handelsverträge mit den Entwicklungsländern so zu gestalten, dass auch diese - und nicht nur die wirtschaftlich starken Länder - davon profitieren.
Es wurden viele Fragen gestellt und es war allen klar, dass der Abend mit Pastor Peter Mansary eine Bereicherung für alle war. „Ich finde es großartig, wenn deutsche Christen sich treffen und darüber nachdenken und beten wie man den Menschen in Afrika helfen kann“, meinte Peter.
Wir haben festgestellt, dass wir die Erfahrung von Migranten und christlichen Geschwistern aus wirtschaftlich schwachen Staaten brauchen, um ein korrektes Bild von den Situationen vor Ort zu erhalten. Zusammenarbeit und Partnerschaft schaffen Einheit und Vertrauen und auf dieser Basis können Christen unterschiedlicher Herkunft die Probleme gemeinsam angehen.